HSV Fan-Club - Südlich von HamburgHSV Fan-Club - Südlich von HamburgHSV Fan-Club - Südlich von Hamburg
...nur der HSV...nur der HSV
 
  Über uns
  Freunde
  Unser HSV
 

Du bist hier: Homepage > SvHH Glasgow-Tour
 
 
SvHH Glasgow-Tour
22.10.2009

Celtic vs. HSV / Rangers vs. Hibs –Die Tour – Der Bericht


Guten Morgen, guten Morgen, guten Morgen Sonnenschein… ich weiß, so fing schon der letzte Bericht über eine Glasgow Tour an, aber –Neues Handy, gleicher Weckton- begann auch so wieder die neue Tour. Also um 6.00 Uhr in der Früh´ aufgestanden und nach einem kleinen Snack ins Auto gesetzt und von Lasse nach Berlin chauffieren lassen.
Da waren also Lasse und ich auf der Autobahn. Christian fuhr separat, da alleinige Abreise am Sonnabend, Boogaard trafen wir in Berlin, da er Geschäftlich eh schon in der Hauptstadt war.

Die andere Reisegruppe, mit Thomas, Erwin und Jendrik flogen von Hamburg aus und Frami und Fabian trafen wir in Glasgow.

Wir waren pünktlich und vertrieben uns mit ein bisschen blödgesabbel die Zeit bis zum Abflug. Nachdem uns der Flughafen mit der Ansage schockierte, dass die Start- und Landebahn auf unbestimmte Zeit gesperrt ist, machten wir uns erst sorgen, bestiegen aber dann doch pünktlich um 13.00 Uhr den Flieger. Doch dann stellte der Pilot ein technisches Problem fest fuhr von der Startbahn zurück zum Terminal… Mist, und wir machten uns noch über die Hydraulikgeräusche lustig, so nach dem Motto, man müsse noch schnell den Flügel fest spaxen. Aber es gab dann schnell Entwarnung, das Problem konnte behoben werden und mit ca. einer Stunde Verspätung ging es dann endlich nach Glasgow.

Die angegebene Flugzeit konnte der Pilot halten und so landeten wir wohlbehalten um 15 Uhr Ortszeit am Glasgow International Airport. Lustig übrigens, dass eine Gruppe von 4 anderen HSVern der Überzeugung waren, sie würden in Prestwick, also ne gute Stunde außerhalb von Glasgow, landen und waren zuerst überrascht, dass wir mit dem Taxi fahren wollen. Geile Nummer, woanders zu landen, als man gedacht hat ;)

Wir machten uns schnell auf den Weg zum Hotel, bezogen das Zimmer und waren dann gegen 16.00 Uhr an der Glaswegian Bar, die nur ca. 10 Minuten Fußweg vom Hotel entfernt ist. Ideale Lage, auch für die folgenden Tage.

Big Sam hat die Glaswegian Bar wieder wundervoll mit HSV und 1887 Fahnen –sogar von außen- dekoriert und drinnen liefen nur HSV Lieder. Leider war es nur die HSV Scheibe von Lotto und Lotto nervt einfach irgendwann, aber für Europapokal auswärts, ist es schon nicht so schlecht in eine Kneipe voller HSV Beflaggung zu kommen in der nur HSV Musik läuft. Großartig. So, nun aber Durst, durch das überfüllte Pub gekämpft und nach zahlreichem Händeschütteln erstmal 2 große Cider bestellt.

Da man draußen nicht trinken durfte und man definitiv mal raus musste um frische Luft zu schnappen und Leute zu treffen, hielten die Getränke entsprechend lange…

Eigentlich alle bekannten Gesichter tummelten sich in dem Pub rum und auch die Reisegruppe mit Thomas, Jendrik und Erwin trafen wir hier und natürlich auch Frami und Fabian. Zudem trafen wir noch einige bekannte aus dem HS-Forum von transfermarkt.de und natürlich die ganzen bekannten HSV Nasen. Einfach herrlich.

Um 18.00 Uhr machte sich dann der HSV Fanmarsch auf dem Weg über die Annie Millers Bar zum Stadion. Einige Rangers Supporter schlossen sich unterwegs an, aber wir wählten den gecharterten Fanbus von Big Sam, der uns zum Stadion chauffierte. Wir wollten lieber noch einen Cider trinken, anstatt durch die Stadt zu latschen. Und wir haben es nicht bereut, es war eine herrliche Tour, einige Hamburger an Board und ein ganzer Haufen Rangers Fans. 4 Pfund und dafür wurden wir hingefahren. Super Kurs und sehr lustige Fahrt. Wenn das gesamte obere Abteil des Doppeldecker Busses hüpft, kann einem unten schon mulmig werden. Wie geil!

Am Stadion angekommen mussten wir uns erstmal äußerst peniblen Durchsuchungen hingeben, was man vom Europapokal ja kennt, aber aus Schottland eben nicht. Die mitgereisten Rangers Fans waren sichtlich irritiert, denn die kennen so was gar nicht. Wir kamen aber selbstverständlich wohlbehalten rein.

Zum Anpfiff präsentierten die Celtic Anhänger ein paar St. Pauli Fähnchen und eine Choreo mit Fähnchen in den Farben der irischen Fahne. Wo in Glasgow liegt eigentlich noch genau Irland?

Die Schalparade zum „You´ll never walk alone“ war ganz schick, aber auch nichts Besonderes und wenn der Gesang aus den Boxen lauter ist als der der Fans, dann darf man sich schon mal fragen, woher der tolle Ruf der Celtic Fans kommt.
Neben ein paar leisen IRA Liedern, war von der Heimseite eigentlich das ganze Spiel kein Tönchen zu vernehmen. Nur ein paar Pfiffe, als wir in sehr anständiger Lautstärke die Glasgow Rangers feierten, waren zu vernehmen.  Hihi, das mögen sie nicht.
Aber wie schlecht bitte, dass die Pfiffe dann alles waren. Das einzige, was von denen kam, war das Zeigen von St. Pauli Fahnen und irgendwelche Gesten in unsere Richtung. Lächerlich… und wir machten uns einen Spaß daraus und überlegten, wer alles lauter war als der Celtic Heimanhang und einigten uns schlussendlich darauf, dass sogar die 2. Frauen von Wolfsburg beim Freundschaftsspiel in Afghanistan mehr Unterstützung bekommen würden, als Celtic zuhause. ;)

Marcus Berg schoss uns dann bekanntlich ins „Paradies“ und die Stimmung auf Hamburger Seite kannte keine Grenzen mehr. „You only sing, when you´re winning“ schmetterten wir ihnen an den Kopf und waren damit noch gnädig, denn sie sangen ja nicht mal, als es noch gut für sie aussah.

Nach dem Spiel dann ein kleiner Eklat, als die Ordner, die vorher noch so ordentlich aufgereiht auf Barhockern vor unserem Block saßen, die Spieler nicht zu uns Fans lassen wollte. Jarolim fand das nicht so witzig und auch Bruno legte sich noch mit dem einen oder anderen Polizisten an. Frechheit und einfach nur billige Schikane der schlechten Verlierer.

Ein absolutes Highlight war dann noch der Kontrolldienst der Stewarts im Stadion. Ordentlich aufgereiht vor jedem Block durchkämmten sie die Reihen um sich am nächsten Block wieder ordentlich aufzureihen um das ganze fortzuführen. Aber seht selbst. Ist etwas klein, aber auf der hinteren Tribüne durchaus zu erkennen.



Nach dem Spiel wanderten wir dann die Straße Richtung Pubs entlang und zahlreiche Rangers Fans säumten den Weg und begleiteten uns mit Applaus. Gänsehaut, als hätten wir das Spiel gerade gewonnen und nicht die Spieler.
Einfach ein herrliches Gefühl, welches wir sofort in der erst besten Rangers Kneipe mit Cider begossen. Auch hier trafen wir wieder zahlreiche bekannte und auch endlich mal Stevie und Iain von den Union Bears. Auch Schwan, der alte Wasservogel, konnte endlich begrüßt werden… Die Nachricht, dass es mit den Karten für das Spiel der Rangers gegen die Hibs geklappt hat, sorgte natürlich für entsprechende Freude, obwohl man daran eigentlich kaum zweifeln brauchte. Klappt es doch immer hervorragend, was Iain macht. ;)

Dank der Sperrstunde verließen wir die Kneipe und gingen in ein neutrales Pub in die City, die aber auch um Mitternacht die Pforten schloss und so begab man sich zum Hotel Während Lasse und Christian schon bei Subway den angestauten Hunger stillten, verließen wir uns auf den Burger King beim Hotel, aber auch der hatte geschlossen. Und so bestellten wir uns in der Lobby der Travellodge eine Pizza. Gewagt in Schottland, aber nach langer Wartezeit erreichte uns eine wirklich gute Pizza für einen fairen Kurs. Yammi!

Zeit fürs Bett… Schnarch.

Freitag – wir haben uns viel vorgenommen… und dabei ist es auch geblieben… kulturell war es dennoch!

Als wir morgens um 8.00 Uhr (eigentlich war es ja schon 9.00Uhr, gell Herr Hamann?) per Telefon von geweckt wurden sah die Welt irgendwie noch düster aus. Lasse und Boogaard teilten sich prompt mein letztes Stück Pizza. Na denn mal guten Appetit. So etwas geht wohl auch nur auf solchen Touren.

Das Fernsehprogramm versprach hingegen lustig zu werden. Während ich die Spülung der schottischen Toilette zur Verzweiflung brachte, amüsierten sich Lasse und Boogaard über die Peppa Pigs. Eine Kindersendung. Schweine haben dort ein Kopf wie ein Föhn. Unglaublich. Sorgte auf jeden Fall für gute Stimmung.

Eigentlich wollte ich gerne zum Hampden Park, um endlich mal, bei meinem vierten Besuch, das schottische Fußballmuseum zu besuchen und die Stadionführung zu machen. Hamburger bekamen das ganze zum halben Preis. Lockt also, aber erstmal Frühstücken – keine Pizza.

Die Dame an der Rezeption empfahl uns auch sogleich ein nettes Restaurant, welches wir aber nicht fanden und so nahmen wir ein Taxi zur Central Station. Hier in der Central Bar bekamen wir dann für GBP 7,00 ein riesiges britisches Frühstück incl. Heißgetränk. Herrlich, bis auf den Black Pudding (in Talerform gepresste Blutwurst oder eben so was in der Art) war alles sehr lecker, wenngleich auch etwas gewöhnungsbedürftig. Aber dank Brown Sauce schmeckt eben einfach alles… ;)

Danach gingen wir dann auf die Suche nach dem Rangers Store in der Stadt, den einen, den wir auf dem Zettel hatten, gab es nicht mehr, wir fanden dann aber schnell den anderen und kauften ein paar Kleinigkeiten.
Unsere Motivation noch zum Hampden Park raus zufahren schwand immer mehr und so tranken wir im Annie Millers erstmal einen Cider um zu beratschlagen, was wir denn nun machen. Wir entschieden uns für Ibrox, da dort der Rangers Shop doch mehr zu bieten hat, als der in der Stadt und einige noch eine Stadiontour machen wollten. Hamann brauchte im Übrigen Nahrungsnachschub und am Ibrox gibt es eine Lasse und mir gut bekannte Pizza Bude von vergangenen Besuchen, die Christian sofort austestete und für gut befand.

Leider waren bis Sonntag alle Stadiontouren bereits vorüber und so beschlossen wir von außen noch etwas zu gucken, was Lasse auf die Idee brachte einfach in den Haupteingang zu gehen und dort mal nachzufragen. So taten wir dann und die Frau am Empfang hatte ein Herz für Hamburger und schleuste uns zur laufenden Führung… Sehr geil, vielen Dank!

Die Führung führte eigentlich nur noch durch den Spielertunnel in den Innenraum, aber für kostenlos dazuschleusen wollen wir uns mal nicht beschweren, VIELEN DANK! Sehr geile Aktion.

Nun stach der Durst aber langsam wieder und so begaben wir uns zur vermutlich schönsten der Rangers Bars. The Louden Tavern. Ein wirklich wunderschöner Pub. Die Wände sind quasi durchgängig mit Holzgerahmten Bildern der Spieler bedeckt. Die Fenster erinnern an eine Kirche. Durch Glasmalereien wurden Spielerportraits wie etwa die Legende Davie Cooper aufgetragen, die Decke und auch den Fußboden zieren Rangers Logos. Mit sehr viel Liebe wurde dieser Pub eingerichtet.
Leider sind die Bedienungen eher streng und lassen die traditionellen Lieder nicht zu, was sehr schade ist und viele Rangers Fans diesen Pub deswegen meiden. Aber das soll uns ja nicht abhalten und so setzten wir uns auf einen Cider oder auch ein Bierchen in diese Kneipe. Es dauerte natürlich nicht lange, bis die ersten Gestalten auf uns Gäste aus Hamburg aufmerksam wurden, was uns umgehend Gesellschaft verschaffte. Scott, ein Mensch voller Lebensfreude, der sich herzlich freute, dass wir Celtic schlugen und sogar noch die Rangers gucken wollten, setzte sich zu uns und war ab jetzt unser neuer Freund. Er sang, zeigte uns seinen dicken Bauch mit dem Rangers Tattoo um den Bauchnabel und erinnerte ein wenig an den Pizzamann von Spaceballs. Nur, dass Scott gepflegt war, aber er hatte auch diese leicht dreieckige Erscheinung und irgendwie keinen Hals… ;)

Immer mehr Leute interessierten sich plötzlich für uns und aus dem einen Getränk wurden mehr und mehr Getränke. Und aus Dankbarkeit über den Sieg gegen Celtic gab es auch noch eine Runde Wodka Pur von einem Gast. Herzlichen Dank.

Aus lauter Dankbarkeit über den Wodka, rülpsten wir herzlich und hoben den Daumen an die Stirn, spreizten den kleinen Finger ab und riefen „Schuuuulz“. Und nun war es geschehen, totale Verwirrung in den Gesichtern der Schotten, ungläubiges Kopfschütteln und Verwunderung. „Was war das?“ schienen sie zu denken, als wir den Vorgang fröhlich wiederholten und dem erstbesten einen patscher auf die Stirn verpassten, der nicht mitmachte…
Nun hatte es der ganze Laden begriffen und jeder machte bei den nächsten Malen mit. Man war das ein Spaß. Bei jedem kleinen Rülpser kam nun von sämtlichen Schotten ein fröhliches „Schuuuuulz“ und ein herzhaftes Lachen über diesen Spaß hinterher.

Wir bekamen dann noch Alice für 10 Pfund für eine Stunde angeboten, was Alice mit einer schallenden Ohrfeige quittierte, was wiederum im ganzen Laden für Gelächter sorgte… Was für ein Tag. Kultur Pur!
Scott ließ es sich übrigens nicht nehmen, noch seine ganz spezielle Trinkmethode zu präsentieren. Man kann es mit Worten nicht beschreiben, seht einfach selbst:



Wir mussten aber natürlich noch zu Big Sam, ein Haufen Hamburger und auch Iain –zwecks Kartenübergabe- warteten dort auf uns. Scott wollte uns aber nicht alleine lassen und fragte nett, ob er uns begleiten dürfte. Was ein geiler Typ. Nur am lachen, immer einen Witz auf den Lippen. Er freute sich wie ein kleines Kind, dass er nun mit uns mit durfte und er könne uns ja nun auch den Weg von der Subway Station zur Glaswegian zeigen, was in Wirklichkeit nur mal eben über die Straße gehen ist. Aber lassen wir ihn mal machen.
Er führte uns also über die Straße, untere einer Brücke hindurch, an der nächsten Kreuzung rechts, nach ca. 100m wieder rechts und wieder unter einer Brücke hindurch und wir kamen direkt auf die Glaswegian Bar zu. Nach ca. 10 Minuten Fußmarsch. Wir sahen dann die Station ca. 50m neben der Glaswegian Bar, nur über eine Straße, der direkte Blick wurde allerdings durch ein Gebäude verdeckt, aber man hätte auch in 30 Sekunden da sein können. Herrlich, aber Scott war stolz wie Bolle, dass er den Weg gefunden hat und bekam sich kaum ein vor Freude darüber.

In der Glaswegian trafen wir dann auch irgendwann Iain, die Atmosphäre war herrlich, wie immer. Der DJ spielte neben der üblichen Musik auch HSV Lieder inkl. Abschlach! Immer wieder wunderbar, wie herzlich wir aufgenommen werden. Auch zahlreiche HSVer fanden wieder den Weg zu Big Sam und wir feierten eine wunderbar angenehme Party. Der Knaller kam dann allerdings, als Iain mit einer jüngeren Dame ins Gespräch kam, die frecher weise behauptete, Südlich von Hamburg wäre Bayern. Sie meinte wohl, dass sei lustig und rief natürlich uns auf den Plan, auch mal wieder lustig zu sein. Wir hatten echt unseren Spaß und plötzlich schaffte sie es tatsächlich uns alle in Staunen zu versetzen…
Lasse hat ja bekanntlich ein Portrait von Johnny Cash auf dem Rücken und das reizte sie nun so sehr und sie wollte es unbedingt sehen. Aber natürlich zeigt Lasse das nicht ohne Gegenleistung. Brust gegen Rücken war die Ansage von uns und sie zögerte nicht merklich und legte mir ihre Jacke auf die Arme, dann ihren Pullover, gefolgt vom T-Shirt und zu guter Letzt den BH. Nun stand sie da, Blank wie Gott sie schuf und der halbe Laden konnte es nicht fassen. Nun ja, Lasse erfüllte dann seinen Job und zeigte kurz Johnny Cash und das Mädel konnte sich wieder anziehen… Sachen gibt’s…

Am Ende hat Iain ihr dann den Weg zum Hotel gezeigt, wie es weiterging ist uns allen nicht bekannt, aber wie wir Iain kennen, hat er sich ganz anständig verhalten. ;)

Wir feierten noch den ganzen Abend fröhlich weiter, nur Christian musste sich leider frühzeitig verabschieden, da er bereits Sonnabend sehr früh zurückfliegen musste, verließ er uns um 21.00 Uhr um ins Hotel zu gehen. Extra mit etwas Zeitpuffer, falls er noch irgendwo einkehrt.  So kam es dann auch, plötzlich stand er so gegen 22.30 Uhr wieder am Tresen der Glaswegian Bar. Hamann, was machst du hier? „Ich versuche jetzt noch mal zu gehen“, antwortete er… und ging. Er scheint es geschafft zu haben… Hehe… Der Abend hat wirklich nichts ausgelassen.

Irgendwann gingen dann auch hier die Rollläden wieder herunter und der Abend war gegen Mitternacht vorbei. Ein sehr lustiger Abend, mit sehr verrückten Leuten und natürlich wieder einer Pizza in der Lobby der Travellodge… Während wir darauf warteten, dekorierten wir ein bisschen den schlafenden Lasse mit Rangers Aufklebern. Herrlich! Und die Pizza? Yammi!

Sonnabend – Fußball macht den Sport kaputt

Boogaard hat sich extra schlau gemacht. Gleich um die Ecke ist ein Frühstücksrestaurant. Klingt irgendwie wie Captain Nemo, nur ohne Captain und ohne Nemo…

Aber erstmal hat er beschlossen, daß er sein Jahr Auszeit nach dem Bund doch nicht dazu nutzt um von den Elbquellen zum Hamburger Hafen zu rudern, sondern lieber der neue Udo Lindenberg von Glasgow wird. Er bucht sich einfach die „Superman Suite“ im Blueskie Hostel und kann dann endlich jeden Tag in den Pub. Fertiger Vogel…

Nach dem ersten Lachflash machten wir uns also direkt auf den Weg zur Central Station. Captain Nemo -ohne Captain und Nemo- zu finden, war uns dann doch zu heikel. Jendrik, nachdem er sich schon vor dem Frühstück oral entschlackte, Thomas und Erwin sind direkt in die Stadt, um noch etwas einzukaufen, wir hingegen gingen erstmal frühstücken (um 12.00 Uhr) und dann in die Annie Millers. Treffen mit Schwan, Anne und Stevie. Hier wurden erstmal die Anekdoten vom Vortag zum Besten gegeben. Allerdings für die meisten noch bei einer Cola, der Vorabend hat doch bei den meisten Spuren hinterlassen. Nur Boogaard und Erwin versuchten den Brand mit Cider und Bier zu bekämpfen.

Pünktlich zum Anpfiff schafften wir es also auch ins Stadion, wo ich mir noch einen Scotch Pie mit Brown Sauce reinzog, in der Hoffnung, dass die blöde Katze endlich aus meinem Kopf verschwindet. Brachte nichts… 

Nach dem Spiel, welches wenig spektakulär war und leider 1:1 ausging, begaben wir uns dann direkt in die Glaswegian Bar. Hier versuchte ich mich mal wieder an einen Cider zu gewöhnen und was soll ich sagen? Richtiges Katermittel entdeckt. Bei Boogaard war es nicht so einfach, er verzog sich, sichtlich geschafft, zurück ins Hotel, forderte aber, dass wir ihm heute Nacht eine Pizza mitbestellen sollen. Kriegen wir hin… Aber der Reihe nach…

Als wir den Laden betraten richteten sich eigentlich gleich alle Augen auf uns und der ganze Laden fing an zu singen: „Super Hamburg olé, super Hamburg olé…“ Und das, obwohl nur noch wenige Hamburger vertreten waren. Der DJ legte auch umgehend „Wer wird deutscher Meister“ auf. Das gleiche berichtete Jendrik von der Toilette. Er kam rein, ein paar drehen sich um und singen „Super Hamburg olé“. Zum Glück hielten sie den Schniedel noch in die richtige Richtung. Immer wieder unglaublich, ein Superlativ jagt das nächste.

Ich hatte den Laden noch nicht ganz betreten, da zog sich vor mir eine vielleicht 50 jährige Frau halb aus, weil sie unbedingt ihr T-Shirt mit mir tauschen wollte. Auf den Anblick hätte ich gut und gerne verzichten können und habe mich auch nicht dazu hinreißen lassen, dass Shirt zu tauschen. Aber die Geste sagt schon eine Menge. Fängt ja gut an.

Big Sam gab dann noch die eine oder andere Brause für uns aus und eh man sich versah, war man schon wieder betrunken. Wir wurden an jeder Ecke von den Leuten gefeiert, Hamburg schlägt Celtic und bleibt um die Rangers zu sehen, war für viele Grund genug einen Auszugeben und so hat man dann doch irgendwann sein Polo getauscht (Ipswich Loyal), bekam einen neuen Schal geschenkt und hatte wieder einen Haufen Pins in der Tasche. Herrlich. Ein besonderes Highlight war der Schotte, der vorne einfach keine Schneidezähne mehr hatte und mit Schottenrock umherlief. Traditionell versteht sich, was quasi stetig überprüft wurde. Ein Knaller.

Granny, unsere altbekannte Rangers Oma war natürlich auch zugegen und trällerte noch das ein oder andere Liedchen durchs Mikrofon. Der ganze Abend rundete dieses Erlebnis perfekt ab. Leute aus allen Ecken Großbritanniens lernten wir wieder kennen. Ob die Jungs von Ipswich Loyal, Birmingham Loyal oder die Jungs der etwas härteren Gangart einer altbekannten Firm von Chelsea. Die sich übrigens sehr darüber zu freuen schienen, dass es nun auch eine Verbindung der Rangers nach Hamburg gibt. Wahnsinn.

Auch wir brachten mit diversen HSV Liedern den Laden zum Kochen.

Unser Schal bekam an dem Abend im Übrigen auch noch einen Ehrenplatz von Big Sam und wurde natürlich sofort aufgehängt.

Um Mitternacht waren die Schotten wieder dicht – und wir auch und so begaben wir uns bei Sturm und Regen auf den Weg zum Hotel. Leider 10 Minuten zu spät, denn Burger King hatte wieder mal gerade eben zu. Auch egal, gibt ja noch was anderes zu Essen.

Diesen Abend ließ sich dann aber Erwin noch einmal gehörig durch den Kopf gehen und wir anderen vergnügten uns bei einer Pizza – was auch sonst, während Erwin mit dem Kopf auf dem Badewannenrand einschlief. Dieses Mal durften wir die Pizza allerdings nicht in der Lobby essen, sondern mussten aufs Zimmer. Aber auch da hat sie geschmeckt!
Yammi!

Der nächste Tag stand dann im Zeichen der Rückreise. Wir gammelten bis mittags im Bett, fuhren zum Flughafen, gönnten uns ne Portion Fish & Chips und noch einen Steak Pie und wurden von Easy Jet easy nach Hause gebracht.

Wir freuen uns schon auf den nächsten Ausflug, denn heute ist nicht alle Tage, wir komm´ wieder, keine Frage!

Schuuuuuulz!


Leider trübte am Montag Nachmittag die Nachricht, dass Big Sam die Glaswegian Bar schließen musste noch mal die Stimmung. Die Wirtschaftskrise hätte ihn dazu gezwungen und auch die 3 Tage volle Hütte während unseres Aufenthalts konnte das wohl nicht mehr abwenden. Sehr, sehr schade um einen tollen Pub. Wir hoffen, der Pub wird bald wieder geöffnet sein und wünschen Big Sam alles Gute für die Zukunft. Wir sehen uns Sonnabend gegen Gladbach und mit Sicherheit in nächster Zeit wieder in Glasgow!

T!MO

SvHH Glasgow-Tour

 
 
 
                  Email:
              Kennwort:
merken!
Kennwort vergessen

 
 
            Suchbegriff:

 

...nur der HSV...nur der HSV